Es geht mal wieder ein Stöckchen um. Zugeworfen hat es mir der @willimeck, und der hat ja auch ein Blog. Den Beitrag dazu findet ihr hier.

Losgetreten hat das Ganze die liebe Mechthild, das sei hier auch noch erwähnt. Aber jetzt geht es los …

1. Dein schönstes Kindergebet, der schlimmste Vers im Glaubensbekenntnis?

Hmm – was hat das eine mit dem anderen zu tun? Na, egal … An die Kindergebete kann ich mich kaum erinnern. Habe ich wirklich „Mein Herz ist rein, lass niemand anders als Jesus herein“ gebetet? Ich muss passen – ich weiß es nicht mehr. Mit meinen Kindern habe ich jedenfalls andere Gebete gesprochen. Aber das ist jetzt auch schon länger her …

„… zu richten die Lebenden und die Toten“ macht mir Probleme. Ich glaube an den gütigen Gott!

2. Was würdest Du als Päpstin oder Kirchenpräsident als erstes tun?

Die Frage impliziert, dass ein Papst oder Kirchenpräsident Macht hätte, in der Kirche wesentliches zu bewegen. Ich denke nicht, dass dies zutrifft – nur wenn wir alle mitmachen, wird sich etwas ändern. Zumindest würde ich versuchen, neuen Ideen gegenüber offen zu sein und diese zu fördern.

3. Sollte sich die Kirche in der Tat mehr „Beulen“ holen?

Keine leichte Frage. Als Protestant sage ich natürlich „ja“ dazu. Aber die Kirche sollte sich nicht auf das gleiche Niveau wie Politik begeben. Nur durch Andersartigkeit und Authentizität kann Kirche ein Gegenentwurf zu Politik sein. Und dabei muss man durchaus öfter mal „gegen den Strich“ bürsten …

So – jetzt muss ich das Stöckchen auch noch weiterwerfen. Mal sehen, wer es aufgreift: Heiko, Nina und Dietmar.

3 Kommentare

  1. Tja, lieber Bernd, spät aber doch: hab Dank für Deine Stöckchenantworten.

    Was Kindergebete mit dem zur Konfirmation zu lernenden Credo zu tun haben? Frühkindliche und frühpubertierende Glaubensprägungen vielleicht? Oder all das was die Antwortenden in diese Doppelfrage hineingelesen haben… 😉
    Die Gerichtsfrage im Bekenntnis hat außer Dir keiner aufgegriffen. Auch wenn sie für moderne Menschen sicher fremd und mittelalterlich klingt. Wobei: Der Wunsch, alles „Gutsein“ möge sich wenigstens nach dem Tode rechnen und die „Bösen“ bestraft werden ist ebenso archaisch wie aktuell.

    Meinst Du, der Papst habe keine Macht? Ich würde jedenfalls gern mal mit einem Schreiben einen solchen Wirbel auslösen… Spaßohne. Die Forderung nach den „Beulen“ stammt ja aus „Evangelii Gaudium“.

    Nur durch „Andersartigkeit und Authentizität kann Kirche ein Gegenentwurf zu Politik sein“. Wie meinst Du das?
    Fragt weiter neugierig, M.

  2. Liebe Mechtild,
    mag sein, dass ein Schreiben des Papstes Wirbel auslöst – aber führt es auch wirklich zu Veränderungen? Da bin ich eher skeptisch – aber wir gehören ja auch zur „anderen Fraktion“.
    Letzteres meine ich dahingehend, dass der Kirche nicht gedient ist, wenn sie der Politik nach dem Mund redet. Von daher: ja, mehr Beulen … 😉
    Herzlichst, B.

  3. Dieser Papst bewirkt bereits etwas, allein seiner persönlichen Glaubwürdigkeit wegen. Ein großes Aufatmen bei allen, die bei (katholischer) Kirche nur noch an Macht, Geld und Missbrauch denken. Was die Ökumene betrifft – das ist ein völlig anderes Thema, an dem ich mich ja schon lange aufreibe. Der Politik nicht nach dem Mund reden, ja bitte! Dir einen gesegneten dritten Advent…

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